Zum Inhalt springen
Lernplan

IHK-Lernplan: 30, 60 oder 90 Tage bis zur Prüfung

Ein guter Lernplan hängt davon ab, wie viel Zeit noch bleibt. 90 Tage erlauben Aufbau und Routine, 60 Tage brauchen klare Prioritäten, 30 Tage brauchen Fokus und ehrliche Fehleranalyse.

Ratgeber

Direktantwort

Was du zu IHK-Lernplan: 30, 60 oder 90 Tage bis zur Prüfung wissen musst

Plane bei 90 Tagen zuerst Grundlagen und Fachrichtung, bei 60 Tagen priorisierte Wiederholung und regelmäßige Übung, bei 30 Tagen nur noch die wichtigsten Lücken, Simulationen und Prüfungsroutine.

Einordnung

Öffentlich erklärt, geschützt geübt

Die öffentlichen Seiten helfen bei Orientierung und Begriffen. Persönliche Übung, Antworten, Auswertungen und Fortschritt bleiben im geschützten Lernbereich.

Orientierung

Öffentlich
AP1/AP2, Fachrichtungen, Lernplan und Begriffe.
Geschützt
Persönliche Startpunkte und nächste Übungsschritte.

Übungsinhalt

Öffentlich
Allgemeine Lernlogik ohne Fragebank oder Antwortschlüssel.
Geschützt
Fragen, Antworten, Feedback und Erklärungen nach Anmeldung.

Fortschritt

Öffentlich
Methoden für Wiederholung, Fehleranalyse und Prüfungsruhe.
Geschützt
Individuelle Ergebnisse, Streaks, XP und Lernfeld-Signale.

Wähle den Plan nach verbleibender Zeit

Viele Lernpläne scheitern, weil sie so tun, als hätten alle gleich viel Zeit, Energie und Vorwissen. Für Fachinformatiker-Azubis muss der Plan neben Betrieb, Berufsschule und Alltag funktionieren.

Nutze die folgende Einordnung als Startpunkt. Kürze sie, wenn deine Woche voll ist, aber streiche nicht die Auswertung: Ohne Fehleranalyse lernst du schnell viel, aber nicht unbedingt das Richtige.

30/60/90-Tage-Plan

90 Tage

Hauptziel
Überblick aufbauen, Lernfelder und Fachrichtung sortieren, Grundlagen stabilisieren.
Wöchentliche Routine
2 Grundlagenblöcke, 1 Fachrichtungsblock, 1 kurze Übung, 1 Fehleranalyse.

60 Tage

Hauptziel
Prioritäten setzen, schwache Themen wiederholen und erste Simulationen einbauen.
Wöchentliche Routine
1 Grundlagenblock, 2 Übungsblöcke, alle 2 Wochen eine Simulation, feste Fehlerliste.

30 Tage

Hauptziel
Keine neuen Großbaustellen öffnen, sondern Lücken, Zeitgefühl und Prüfungsruhe trainieren.
Wöchentliche Routine
Kurze Wiederholung, gemischte Fragen, Simulationen mit Auswertung, freie Puffertage.

Was in jede Woche gehört

Eine Lernwoche sollte nicht nur aus Aufgaben bestehen. Du brauchst einen Wechsel aus Wiederholung, Anwendung und Reflexion. Gerade bei Multiple Choice ist es leicht, viele Fragen zu klicken und trotzdem die gleichen Fehler zu wiederholen.

Plane deshalb mindestens eine kurze Auswertung ein: Welche Frage war fachlich unbekannt, welche wurde falsch gelesen, welche war ein Zeitproblem und welche war geraten?

  • Ein klarer Themenschwerpunkt
  • Eine gemischte Übungseinheit
  • Eine kurze Fehleranalyse
  • Ein Puffer für Berufsschule, Betrieb oder Erholung

90 Tage konkret: vom Überblick zur Simulation

Wenn du ungefähr drei Monate Zeit hast, kannst du die Vorbereitung in Phasen aufteilen. Der Vorteil: Du musst nicht sofort alles können, sondern baust erst Orientierung auf und erhöhst später den Prüfungsdruck.

13-Wochen-Fahrplan

Orientierung

Wochen
Woche 1-2
Konkrete Inhalte
Prüfungsstruktur, Lernfelder, Fachrichtung und vorhandene Lücken sammeln; erste gemischte Übung als Standortbestimmung.

Grundlagen stabilisieren

Wochen
Woche 3-5
Konkrete Inhalte
Clients, Netzwerke, IT-Sicherheit, Datenschutz, Serviceprozesse, Daten und Grundbegriffe wiederholen.

Fachrichtung vertiefen

Wochen
Woche 6-9
Konkrete Inhalte
FIAE Software/Algorithmen, FISI Systeme/Netzwerke, FIDP Prozesse/Daten, FIDV vernetzte Systeme/Diagnose.

Prüfungsroutine

Wochen
Woche 10-12
Konkrete Inhalte
Gemischte Aufgaben, Simulationen, Zeitmanagement, Multiple-Choice-Strategien und Fehleranalyse verbinden.

Puffer

Wochen
Woche 13
Konkrete Inhalte
Nur noch Kernlücken, Wiederholung, Schlaf, Material, organisatorische Prüfungsvorbereitung und ruhige Routine.

30 Tage konkret: Priorisieren statt alles neu lernen

Bei 30 Tagen geht es nicht darum, jede Quelle vollständig durchzuarbeiten. Du brauchst eine ehrliche Priorisierung: Was kommt häufig in deinen Fehlern vor, was ist für deine Fachrichtung zentral, und welche Grundlagen blockieren mehrere Themen gleichzeitig?

4-Wochen-Plan bei wenig Zeit

Woche 1

Fokus
Standort bestimmen: gemischte Übung, Fehlerliste, stärkste Lücken nach Lernfeld und Fachrichtung markieren.
Ergebnis
Du weißt, welche 5-8 Themen wirklich Priorität haben.

Woche 2

Fokus
Grundlagenlücken schließen: Netzwerke, Sicherheit, Daten, Kundenanforderungen, Begriffe und Lesefehler.
Ergebnis
Du reduzierst Fehler, die in mehreren Prüfungsbereichen auftauchen.

Woche 3

Fokus
Fachrichtung und Simulation: gezielte AP2-Themen plus eine längere prüfungsnahe Einheit.
Ergebnis
Du erkennst, ob Fachwissen oder Prüfungssituation das Hauptproblem ist.

Woche 4

Fokus
Feinschliff: typische Fehler, unsichere Begriffe, Zeitstrategie, keine neuen Großthemen.
Ergebnis
Du gehst mit klarer Routine statt mit Dauerstress in die Prüfung.

Die letzten Tage vor der Prüfung

Kurz vor der Prüfung sollte der Plan ruhiger werden. Neue große Themen wirken oft produktiv, erhöhen aber Stress. Besser ist: Kernbegriffe wiederholen, typische Fehler vermeiden, Schlaf schützen und eine kleine Routine für die Prüfungssituation festlegen.

Verbindliche Details zu Terminen, Gewichtung und Prüfungsordnung prüfst du immer bei deiner zuständigen IHK, deiner Berufsschule oder deinem Ausbildungsbetrieb.

Häufige Fragen

Ist ein 30-Tage-Lernplan zu spät?

Nicht unbedingt, aber er muss fokussiert sein. Wiederhole zuerst prüfungsnahe Grundlagen und deine größten Fehlerquellen statt viele neue Themen zu öffnen.

Wie viele Stunden pro Woche sollte ich einplanen?

Das hängt von Vorwissen und Alltag ab. Stabiler sind mehrere kurze Einheiten pro Woche als ein einzelner sehr langer Block.