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Glossar

FIDP einfach erklärt

FIDP ist die Kurzform für Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse — eine der beiden Fachrichtungen, die 2020 neu dazugekommen sind. Der Begriff bezeichnet die Fachrichtung selbst, nicht einen einzelnen Prüfungsteil.

Begriff

Definition

Was bedeutet FIDP?

FIDP steht für Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. Das ist eine der vier Fachrichtungen des Ausbildungsberufs Fachinformatiker und existiert seit dem 1. August 2020: Wer FIDP lernt, wertet Daten aus und analysiert und verbessert Geschäftsprozesse. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der gestreckten Abschlussprüfung aus AP1 und AP2.

Einordnung

Öffentlich erklärt, geschützt geübt

Die öffentlichen Seiten helfen bei Orientierung und Begriffen. Persönliche Übung, Antworten, Auswertungen und Fortschritt bleiben im geschützten Lernbereich.

Orientierung

Öffentlich
AP1/AP2, Fachrichtungen, Lernplan und Begriffe.
Geschützt
Persönliche Startpunkte und nächste Übungsschritte.

Übungsinhalt

Öffentlich
Allgemeine Lernlogik ohne Fragebank oder Antwortschlüssel.
Geschützt
Fragen, Antworten, Feedback und Erklärungen nach Anmeldung.

Fortschritt

Öffentlich
Methoden für Wiederholung, Fehleranalyse und Prüfungsruhe.
Geschützt
Individuelle Ergebnisse, Streaks, XP und Lernfeld-Signale.

Wofür FIDP steht

FIDP ist die gebräuchliche Abkürzung für Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. Sie ist deutlich weniger verbreitet als FIAE und FISI — schlicht, weil es die Fachrichtung erst seit dem 1. August 2020 gibt.

Gelegentlich wird sie auch „FIDPA“ oder „FI DuP“ abgekürzt, und viele IHK-Unterlagen schreiben sie ganz aus. Gemeint ist immer dasselbe. FIDP bezeichnet die Fachrichtung, nicht einen Prüfungsteil.

Was Daten- und Prozessanalyse im Alltag bedeutet

Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse arbeiten an der Schnittstelle zwischen Fachabteilung und IT. Sie erschließen Datenquellen, bereiten Daten auf, prüfen ihre Qualität, werten sie aus und leiten daraus Aussagen ab, mit denen im Unternehmen entschieden wird. Dazu kommt die Prozessseite: bestehende Abläufe erheben, modellieren und Verbesserungen vorschlagen.

Die Fachrichtung ist deshalb weniger technisch-hardwarenah als FISI und weniger entwicklungslastig als FIAE, verlangt aber mehr Verständnis für das Geschäft dahinter. Rechtliche Rahmenbedingungen — allen voran Datenschutz — sind hier kein Randthema, sondern Teil der täglichen Arbeit.

FIDP im Vergleich zu FIAE, FISI und FIDV

Die vier Fachrichtungen teilen sich die gemeinsamen Grundlagen und unterscheiden sich vor allem über die Projektarbeit und die schriftlichen Prüfungsbereiche in Teil 2.

Die vier Fachrichtungen im Vergleich (FIAusbV)

Anwendungsentwicklung

Kurz
FIAE
Schwerpunkt
Software planen, entwickeln, testen und anpassen.
Projektarbeit in Teil 2 (50 %)
Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes

Systemintegration

Kurz
FISI
Schwerpunkt
IT-Systeme und Netzwerke planen, einrichten, betreiben und absichern.
Projektarbeit in Teil 2 (50 %)
Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration

Daten- und Prozessanalyse

Kurz
FIDP
Schwerpunkt
Daten und Geschäftsprozesse analysieren, auswerten und verbessern.
Projektarbeit in Teil 2 (50 %)
Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse

Digitale Vernetzung

Kurz
FIDV
Schwerpunkt
Vernetzte Systeme und cyber-physische Anlagen aufbauen, betreiben und entstören.
Projektarbeit in Teil 2 (50 %)
Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung

Wie die Prüfung für FIDP aufgebaut ist

Die Abschlussprüfung ist gestreckt: zwei zeitlich getrennte Teile, die beide in die Gesamtnote zählen. Teil 1 liegt im vierten Ausbildungshalbjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung.

Teil 1 ist der Prüfungsbereich „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“ — schriftlich, 90 Minuten, für alle vier Fachrichtungen identisch. Das überrascht viele FIDP-Azubis, weil der Titel nach Systemintegration klingt; er gilt trotzdem für alle. Erst Teil 2 ist FIDP-spezifisch. Die Gewichtung steht in § 32 der Fachinformatikerausbildungsverordnung:

Prüfungsbereiche und Gewichtung für FIDP (§ 32 FIAusbV)

Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes

Prüfungsteil
Teil 1 (AP1)
Gewichtung
20 %

Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse

Prüfungsteil
Teil 2 (AP2)
Gewichtung
50 %

Durchführen einer Prozessanalyse

Prüfungsteil
Teil 2 (AP2)
Gewichtung
10 %

Sicherstellen der Datenqualität

Prüfungsteil
Teil 2 (AP2)
Gewichtung
10 %

Wirtschafts- und Sozialkunde

Prüfungsteil
Teil 2 (AP2)
Gewichtung
10 %

Was diese Gewichtung für deine Vorbereitung heißt

Das betriebliche Datenanalyse-Projekt mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch macht die Hälfte der Gesamtnote aus. Die beiden schriftlichen Bereiche „Durchführen einer Prozessanalyse“ und „Sicherstellen der Datenqualität“ zählen mit je 10 Prozent.

Für FIDP kommt eine praktische Schwierigkeit dazu: Weil die Fachrichtung jung und vergleichsweise klein ist, gibt es weniger Bücher, Altfragen und Erfahrungsberichte als für FIAE und FISI. Das macht die AP1 besonders wertvoll — sie ist für alle Fachrichtungen gleich, also kannst du dafür auf das gesamte gemeinsame Material zurückgreifen.

Bestanden wird nicht Prüfungsteil für Prüfungsteil: Entschieden wird über das Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2, über Teil 2 für sich, über mindestens drei ausreichende Prüfungsbereiche in Teil 2 — und darüber, dass kein Bereich in Teil 2 ungenügend ist.

Wie du dich als FIDP vorbereitest

Nutze konsequent, dass die Lernfelder 1 bis 9 und die gesamte AP1 fachrichtungsübergreifend sind: Dort ist die Materiallage gut, und dort liegen 20 Prozent deiner Gesamtnote. Für die fachrichtungsspezifischen Themen ab Lernfeld 10 sind der Rahmenlehrplan und die Unterlagen deiner IHK die verlässlichste Quelle.

Beim Üben lohnt es sich, Fehler nach Ursache zu sortieren statt nach Thema — Wissenslücke, Flüchtigkeitsfehler und missverstandene Aufgabe brauchen unterschiedliche Reaktionen. ByteExam unterstützt FIDP-Azubis beim regelmäßigen Üben, beim Verstehen falscher Antworten und beim Sichtbarmachen von Fortschritt.

Verbindliche Details zu Terminen, Gewichtung und Prüfungsordnung prüfst du immer bei deiner zuständigen IHK, deiner Berufsschule oder deinem Ausbildungsbetrieb.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung FIDP?

FIDP steht für Fachinformatikerin oder Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. Es ist eine der vier Fachrichtungen des Ausbildungsberufs Fachinformatiker, die seit der Ausbildungsordnung von 2020 gelten — neben FIAE, FISI, FIDV.

Wie lange dauert die Ausbildung als FIDP?

Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung liegt im vierten Ausbildungshalbjahr, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Eine Verkürzung ist möglich und wird mit Betrieb und IHK geklärt.

Unterscheidet sich die AP1 für FIDP von den anderen Fachrichtungen?

Nein. Teil 1 ist der Prüfungsbereich „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“ und für FIAE, FISI, FIDP und FIDV identisch — schriftlich, 90 Minuten, 20 Prozent der Gesamtnote. Erst Teil 2 ist fachrichtungsspezifisch.

Was wird in der AP2 für FIDP geprüft?

Teil 2 besteht aus vier Prüfungsbereichen: der Projektarbeit „Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse“ mit 50 Prozent, den schriftlichen Bereichen „Durchführen einer Prozessanalyse“ und „Sicherstellen der Datenqualität“ mit je 10 Prozent sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent (§ 32 FIAusbV).

Kann ich die AP1 nicht bestehen?

Die AP1 wird nicht für sich bestanden oder nicht bestanden — sie hat keine eigene Bestehensgrenze. Entschieden wird über das Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 sowie über Teil 2 selbst. Ein schwaches AP1-Ergebnis kostet dich also Punkte, beendet die Ausbildung aber nicht.