Lernfeld 4 heißt amtlich „Schutzbedarfsanalyse im eigenen Arbeitsbereich durchführen“. Der Kern ist eine einzige Frage, die du für jedes System, jede Anwendung und jeden Datenbestand beantworten sollst: Wie schlimm wäre es, wenn hier etwas schiefgeht. Aus dieser Frage leiten sich die drei Schutzziele ab, die Einstufung des Schutzbedarfs und die Maßnahmen, mit denen ein Betrieb reagiert.
Im Unterricht beginnt das meist mit den Begriffen, die den Rest tragen. Eine Bedrohung ist ein möglicher Schaden von außen oder innen, eine Schwachstelle die Lücke, durch die er wirksam wird, und das Risiko die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe. Erst danach folgt der IT-Grundschutz des BSI, also das Standardwerk, das für typische Bausteine fertige Maßnahmen vorschlägt.
Der zweite Block ist praktischer: technische und organisatorische Maßnahmen. Technisch sind Verschlüsselung, Zugriffsrechte, Protokollierung und Backups; organisatorisch sind Regelungen, Zuständigkeiten, Schulungen und Notfallpläne. Dazu kommt der Datenschutz nach DSGVO, der im Unterricht meist an personenbezogenen Daten festgemacht wird — an der Frage, welche Daten überhaupt erhoben werden dürfen und wie lange sie bleiben.