Lernfeld 5 heißt amtlich „Software zur Verwaltung von Daten anpassen“. Hinter dem sperrigen Titel steckt der Datenbank- und Programmierblock des ersten Ausbildungsjahres. Der Unterricht beginnt fast überall bei der Datenmodellierung: Du nimmst eine Beschreibung aus dem Alltag — Kunden, Bestellungen, Artikel — und übersetzt sie in Entitäten, Attribute und Beziehungen. Das Ergebnis ist ein Entity-Relationship-Modell, also die Skizze, aus der später Tabellen werden.
Danach folgt die Normalisierung. Sie ist die Regelmechanik, mit der du Redundanzen aus einem Modell herausziehst, bis jede Information genau einmal gespeichert ist — üblicherweise bis zur dritten Normalform. Parallel dazu lernst du SQL: Tabellen anlegen, Daten mit SELECT abfragen, filtern, sortieren, über JOIN verbinden und mit INSERT, UPDATE und DELETE verändern. Dazu kommen Datentypen und die Frage, welcher Typ für welches Feld sinnvoll ist.
Der zweite Teil des Lernfelds ist die Programmierseite. Du beschreibst Abläufe, bevor du sie codierst — als Struktogramm oder als Programmablaufplan —, arbeitest mit Variablen, Verzweigungen und Schleifen und schreibst Testfälle, die zeigen, ob dein Ablauf auch bei ungültigen Eingaben stimmt. Am Ende steht meist keine Anwendung von null, sondern eine bestehende, die du an eine neue Anforderung anpasst.