Die Fehler in diesem Lernfeld sehen klein aus und kosten trotzdem Punkte. Eine CSV-Datei mit Semikolon statt Komma als Trennzeichen, ein Feld, in dem selbst ein Komma steht, ein Umlaut, der als Fragezeichen ankommt, weil die Zeichenkodierung nicht UTF-8 war: Das sind die Klassiker, an denen ein Import scheitert, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint.
Bei XML wird gern die Unterscheidung abgefragt: Ein Dokument ist wohlgeformt, wenn die Syntax stimmt und jedes Tag sauber geschlossen ist. Gültig ist es erst, wenn es zusätzlich zu einer vorgegebenen Struktur passt. Bei JSON ist die häufigste Stolperstelle der Datentyp — eine Zahl in Anführungszeichen ist ein Text, und das Zielsystem merkt es oft erst beim Rechnen.
Der größere Sprung ist inhaltlich. Solange Daten in einem einzigen System liegen, fällt schlechte Qualität kaum auf. Sobald sie ein zweites System erreichen, wird sichtbar, dass derselbe Kunde dreimal erfasst ist, dass Datumsangaben mal deutsch und mal amerikanisch geschrieben sind und dass Pflichtfelder leer blieben. Wenn eine Prüfungsaufgabe fragt, warum eine Migration schiefging, ist „mangelnde Datenqualität“ überraschend oft die gesuchte Antwort.