Lernfeld 10 „Serverdienste bereitstellen und Administrationsaufgaben automatisieren“ umfasst 80 Stunden. Unterrichtet werden Serverbetriebssysteme, Verzeichnis- und Netzwerkdienste, Virtualisierung und Container sowie Rechte- und Rollenkonzepte, also die Frage, wer im System was darf. Die zweite Hälfte des Titels wird oft überlesen: Skripting, Konfigurationsverwaltung und die Automatisierung wiederkehrender Administrationsaufgaben gehören ausdrücklich dazu. Wer einen Dienst nur klicken kann, hat das Lernfeld halb abgedeckt.
Lernfeld 11 „Betrieb und Sicherheit vernetzter Systeme gewährleisten“ hat ebenfalls 80 Stunden und dreht sich um das System im Regelbetrieb: Monitoring und Logging, Härtung, Firewalls und Segmentierung, Verfügbarkeit und Redundanz, Datensicherung, Wiederanlauf und Notfallkonzepte. Die Stolperstelle ist die Perspektive. Gefragt sind selten einzelne Produkte, sondern begründete Entscheidungen — warum dieses Sicherungsverfahren, warum diese Segmentierung, was passiert beim Ausfall.
Lernfeld 12 „Kundenspezifische Systemintegration durchführen“ ist mit 120 Stunden das größte der drei, anderthalbmal so umfangreich wie die beiden anderen. Es geht um den vollständigen Ablauf: Anforderungen des Kunden aufnehmen, Systeme planen und integrieren, migrieren, abnehmen, dokumentieren und einweisen. Technik ist dabei nur die eine Hälfte. Die andere sind Anforderungsaufnahme, Abnahme und Übergabe — genau die Teile, die im Betrieb selten jemand systematisch erklärt.